08.07.2025
Protokoll zur Prüfung und Verifizierung der Funktion von Sicherheitssystemen in der Produktion
Wie gewährleistet man Sicherheit in der Produktion? Grundlage sind geeignete Systeme, die die Gesundheit der Mitarbeiter und die Kontinuität der Prozesse gewährleisten. Normen definieren Anforderungen unter anderem an Schutzbarrieren, Lichtsensoren und Not-Aus-Schalter. Die Implementierung solcher Lösungen allein reicht jedoch nicht aus. Kontrolle und regelmäßige Überprüfung sind ebenso wichtig wie die Dokumentation der Ergebnisse. Das Protokoll zur Überprüfung und Verifizierung der Funktionen von Sicherheitssystemen ist eine zentrale Sammlung von Verfahren, Formularen und Aufzeichnungen, die zur Erstellung dieser Dokumentation verwendet werden. Die Implementierung eines CMMS ermöglicht nicht nur eine effiziente Planung der Verifizierung, sondern auch eine einfache Erfassung der entsprechenden Dokumente.
Inhaltsverzeichnis
Regelmäßige Überprüfung der Systeme – die Basis der Sicherheit
Sicherheitssysteme in der Produktion – wie Lichtvorhänge, Notschalter, mechanische Schutzvorrichtungen und Verriegelungen – erfüllen mehrere wichtige Funktionen. Eine davon ist der Schutz des Bedienpersonals vor den Folgen eines Ausfalls. Eine weitere, und wahrscheinlich wichtigste, ist der sofortige Stopp der Maschine im Gefahrenfall. Die Montage von Geräten oder Teilen ist jedoch nur der Anfang. Ihre tatsächliche Funktion kann sich im Laufe der Zeit durch Gebrauch, Vibrationen, Schmutz oder normale Abnutzung verändern. Industrienormen verlangen daher nicht nur die Implementierung von Schutzmaßnahmen, sondern auch deren regelmäßige Überprüfung.
Betriebsparameter wie die Erfassungsreichweite von Lichtvorhängen, die Reaktionszeit von Relais oder die Integrität von Signalkabeln werden überprüft. Welche Risiken birgt das Fehlen regelmäßiger Tests? Zunächst einmal besteht die Gefahr, dass das System nicht auf Bedrohungen reagiert und dadurch Mitarbeiter verletzt werden. Das Unternehmen kann sich dadurch rechtlichen Sanktionen aussetzen. Daher lohnt es sich, ein zuverlässiges Prüfprotokoll zu erstellen. Damit können alle Kontrollschritte gründlich überprüft und die Einhaltung der Anforderungen bestätigt werden. Es dient auch als Ausgangspunkt für mögliche interne und externe Audits.

Verifizierungsprotokoll. Schlüsselelemente
Die Überprüfung der Funktionalität von Sicherheitssystemen sollte drei Hauptbereiche abdecken:
- Identifizieren Sie die zu prüfenden Elemente. Die Seriennummer des Geräts, die Art der Sicherung und der Standort in der Produktionslinie sollten notiert werden. Auch die erwarteten Betriebsparameter können hinzugefügt werden.
- Prüfumfang und -methodik. Jede Prüfung sollte detailliert beschrieben werden. Dies kann beispielsweise die Messung der Reaktionszeit, die Überprüfung der Unterbrechung eines Lichtstrahls oder der Versuch sein, eine Schutzvorrichtung bei laufender Maschine zu öffnen. Dabei sind auch die Empfehlungen und Normen des Herstellers zu berücksichtigen.
- Ergebnisse und Empfehlungen nach der Inspektion. Bei der Überprüfung sollten Messwerte und Abweichungen von der Norm stets dokumentiert werden. Auf dieser Grundlage werden auch Empfehlungen für Korrektur- und Kalibrierungsmaßnahmen gegeben.
Wie geht man die Verifizierung an? Manuelle Protokolle reichen nicht mehr aus. Dieser Ansatz birgt das Risiko von Fehlern bei der Ergebnisübersetzung, fehlenden Unterschriften oder Verzögerungen bei der Dateneingabe. Deshalb werden zunehmend digitale Formulare eingesetzt. Diese sind in CMMS-Systemen verfügbar und dienen somit als Grundlage für die Verifizierung von Sicherheitsfunktionen.
CMMS – ein effektives Tool zur Verwaltung der Sicherheitsüberprüfung
Die Implementierung eines CMMS vereinfacht nicht nur die Arbeit der Wartungsabteilung. Es bedeutet auch eine grundlegende Änderung der Vorgehensweise des Werks bei der Planung und Durchführung von Sicherheitssystemtests. Worauf ist zu achten? Sicherlich die zyklische Planung – das System ermöglicht die Festlegung von Prüfintervallen, z. B. monatlich, vierteljährlich oder nach einer bestimmten Anzahl von Maschinenbetriebsstunden. Wenige Tage vor Ablauf der Frist kann das CMMS einen Arbeitsauftrag generieren und ihn einem autorisierten Techniker zuweisen.
Ein weiteres wichtiges Feature ist die mobile Inspektion. Ein Mitarbeiter scannt einfach einen QR-Code an der Maschine, um ein Verifizierungsformular zu öffnen. Dieses Dokument enthält Prüfanweisungen und Felder für Messparameter. Dies trägt dazu bei, Fehler zu reduzieren und ein einheitliches Format zu gewährleisten.
CMMS ermöglicht zudem eine einfachere und transparentere Erfassung von Ergebnissen und Nachweisen. Fotos, Videodateien oder Datendumps können dem Formular hinzugefügt werden. Dadurch ist das Protokoll vollständig und bietet eine wesentlich zuverlässigere Grundlage für das Audit. Darüber hinaus kann das System automatisch Korrekturaufträge generieren, wenn Messwerte bestimmte Grenzwerte überschreiten. Benachrichtigungen und Eskalationen sind ebenfalls ein wichtiges Element – falls innerhalb einer bestimmten Zeit keine Bestätigung der Fertigstellung vorliegt, kann CMMS Vorgesetzte oder den Leiter der Wartungsabteilung benachrichtigen. Dadurch sind die Protokolle stets griffbereit und der Überprüfungsprozess selbst ist schneller und transparenter.

Beispiel-Testlauf
Wie sieht die CMMS-Dokumentation aus? Um diese Frage zu beantworten, lohnt sich ein Blick auf ein typisches Prüfverfahren. Ausgangspunkt ist die Erstprüfung – der Techniker prüft, ob der Installationsbereich sauber ist und die wichtigsten Sicherheitselemente ihre Funktion erfüllen. In dieser Phase kann auch die Aktualität der Kennzeichnungen (z. B. Modell, Seriennummer) überprüft werden. Anschließend trägt der Bediener die Messwerte in das CMMS-Formular ein. Es wird empfohlen, für die Messungen zugelassene, zertifizierte Geräte zu verwenden. Das System zeichnet die Werte auf und prüft umgehend, ob sie innerhalb der Grenzwerte gemäß Herstellerdokumentation und Maschinenrichtlinien liegen.
Bei redundanten Systemen muss jedes Element auf die gleiche Weise geprüft werden. Nach Abschluss der Tests ist auch deren Freigabe wichtig. Mit CMMS kann dies in Form einer elektronischen Signatur erfolgen. CMMS weist automatisch ein Fertigstellungsdatum zu und markiert den Auftragsstatus. Alle Daten werden anschließend in eine zentrale Datenbank übertragen, wo sie für Mitarbeiter im Gesundheits- und Sicherheitsbereich, Prüfer, Techniker und Bediener leicht zugänglich sind.
Ergebnisdokumentation und historische Analyse
Einer der wichtigsten Vorteile der digitalen Verifizierungsunterstützung ist die schnelle Erstellung von Berichten. Der Wartungsleiter oder die Gesundheits- und Sicherheitsdienste können beispielsweise in wenigen Augenblicken Ergebnisstatistiken (Prozentsatz der normkonformen Geräte, häufigste Ursachen für Nichtkonformität), Beobachtungstrends und Reparaturpläne erstellen. Diese Daten können auch als PDF-Dateien oder Tabellenkalkulationen exportiert werden. Dieses Format ermöglicht eine übersichtliche und lesbare Darstellung bei regelmäßigen Überprüfungen und Audits.
Worauf sollte man sonst noch achten? Es ist hervorzuheben, dass Verifizierungsprotokolle effektiv, klar und zuverlässig sein müssen. Andernfalls können sie ihre Funktion nicht erfüllen. Dabei werden mehrere Schlüsselaspekte berücksichtigt:
- Definieren der Verfahren. Hier ist Präzision besonders wichtig. Jeder Test sollte Schritt für Schritt beschrieben werden – von der Vorbereitung des Prüfstands über die Messmethoden bis hin zu den Abnahmekriterien.
- Schulung des Personals. Techniker und Bediener müssen sowohl in der Testmethodik als auch in der Bedienung des CMMS geschult werden. Insbesondere sollte auf Kenntnisse zur Erstellung und Freigabe von Protokollen aus der mobilen Anwendung geachtet werden.
- Standardisierung der Dokumente. Es ist notwendig, ein einheitliches Formularformat, lesbare Messfelder und eindeutige Parameterbeschreibungen sicherzustellen. Dies erleichtert die Dateneingabe und reduziert das Fehlerrisiko.
- Regelmäßige interne Audits. Selbst ein perfekt konfiguriertes CMMS erfordert regelmäßige Überprüfungen. Werden Aufträge pünktlich abgeschlossen? Sind die Protokolle vollständig? Generiert das System korrekte Warnmeldungen? Dies sind nur einige der Punkte, auf die Sie in diesem Bereich achten sollten.
Darüber hinaus ist der Ansatz der kontinuierlichen Verfahrensverbesserung zu berücksichtigen. Neue Technologien, Änderungen von Standards, Prozessanpassungen – all dies kann mit zusätzlichen Anforderungen an die Verifizierung verbunden sein. CMMS bietet einen klaren Einblick in die erfassten Daten, was wiederum die Korrektur von Verfahren deutlich erleichtert. Eine weitere nützliche Funktion ist die Dokumentversionierung. Dadurch wird jede Änderung chronologisch erfasst, was einen klaren Bezugspunkt für etwaige Anpassungen bietet.
Überprüfung von Sicherheitssystemen in UR mit CMMS
Das Protokoll zur Überprüfung und Verifizierung der Funktionen von Sicherheitssystemen in der Produktion ist ein unverzichtbares Instrument für die UR-Abteilung und die Gesundheits- und Sicherheitsdienste. Es ist notwendig, eine umfassende Dokumentation der Tests, eine präzise Aufzeichnung der Messungen und eine zuverlässige Verwaltung der Reparaturaufträge sicherzustellen. Dies ist nicht nur eine Garantie für die Einhaltung der Vorschriften. Ein solcher Ansatz gewährleistet auch eine deutliche Erhöhung der Mitarbeitersicherheit und der Produktionskontinuität.
Ein CMMS-System wie QRmaint fungiert dabei als zentrale Plattform. Die Software unterstützt Prozesse von der Planung von Inspektionen über die Ausführung von Protokollen in der mobilen Anwendung bis hin zur Benachrichtigung über nahende Termine. Dadurch arbeitet jede Produktionsstation in einer vollständig transparenten, kontrollierten Umgebung, und das Risiko von Ausfällen oder Unfällen wird deutlich reduziert.
