Wichtige Produktionskennzahlen: OEE, Durchlaufzeit, Qualitätskennzahlen (PPM)

Die genaue Messung der Prozesseffizienz ist der Schlüssel zu fundierten Entscheidungen und kontinuierlicher Produktionsverbesserung. Worauf sollten Sie achten? Wichtige Kennzahlen sind die Gesamtanlageneffektivität (OEE), die Durchlaufzeit und Qualitätsindikatoren. Diese Kennzahlen helfen Technikern und Managern zu verstehen, was gut funktioniert und was verbessert werden muss. Ein CMMS-System kann hier eine wichtige Unterstützung bieten, auch wenn es nicht direkt zur Berechnung all dieser Kennzahlen verwendet wird. Was ist wichtig zu wissen?

Was ist OEE und warum lohnt es sich, sie zu messen?

OEE steht für „Overall Equipment Effectiveness“. Auf Polnisch bedeutet es grob „Gesamtanlageneffizienz“. In der Praxis ist es eine Kennzahl, die drei Schlüsselaspekte kombiniert:

  • Verfügbarkeit von Maschinen,
  • Produktionseffizienz,
  • Qualität der Produkte.

Was ist OEE

Vereinfacht ausgedrückt misst die OEE die Effizienz der Maschinenauslastung. Ein Wert nahe 100 % bedeutet, dass die Anlage kontinuierlich, mit voller Geschwindigkeit und ohne Produktfehler läuft. In der Realität ist dieser Wert natürlich nur schwer zu erreichen – Ergebnisse um die 85 % gelten als sehr zufriedenstellend. Die wirklichen Probleme beginnen jedoch bei niedrigen OEE- Werten . Dies kann auf eine Reihe von Problemen hinweisen, von häufigen Ausfällen über ineffiziente Prozesse bis hin zu hohem Produktionsausschuss. Durch die Überwachung der OEE können Sie Engpässe und Bereiche identifizieren, die einer Optimierung bedürfen.

Komponenten der OEE: Verfügbarkeit, Leistung, Qualität

Jede Komponente der OEE-Kennzahl ist wichtig für die Beurteilung der Produktionseffizienz. Die Verfügbarkeit gibt den Prozentsatz der Zeit an, in der eine Maschine betriebsbereit ist, verglichen mit der gesamten geplanten Produktionszeit. Die Effizienz hingegen misst, ob die Produktion mit der geplanten Geschwindigkeit abläuft. Bei der Effizienzmessung werden kurze Ausfallzeiten oder Verlangsamungen berücksichtigt. Das letzte Element ist die Qualität. Sie wird als Prozentsatz guter Einheiten im Vergleich zur Gesamtzahl der produzierten Produkte gemessen. Wichtig ist, dass jede dieser Kennzahlen zur Beurteilung der Verfügbarkeit in noch detailliertere Kennzahlen unterteilt werden kann – zum Beispiel MTTR (mittlere Reparaturzeit) oder MTBF (mittlere Zeit vor Ausfall). Dies macht die OEE zu einem nützlichen, mehrdimensionalen Tool. Durch den Zugriff auf zuverlässige Daten kann die OEE-Messung zu verlässlichen und spezifischen Empfehlungen für Wartungsmaßnahmen führen.

Lead Time, also die Zeit von der Bestellung bis zur Lieferung

Lead Time, also die Zeit von der Bestellung bis zur Lieferung

Eine weitere wichtige Produktionskennzahl ist die Durchlaufzeit. Diese Kennzahl spiegelt die Dauer des gesamten Produktionsprozesses wider. Was bedeutet der gesamte Prozess? Er beginnt mit der Annahme einer Bestellung. Das Ende ist die Auslieferung des fertigen Produkts an den Kunden. Die Durchlaufzeit umfasst daher unter anderem die Wartezeit auf Materialien, die Zeit, die für die Erledigung von Aufgaben an Maschinen benötigt wird, und sogar die Wartezeit zwischen Arbeitsgängen.

Warum ist das wichtig? Lange Vorlaufzeiten können Ausfallzeiten bedeuten. Diese wiederum können auf unzureichende Koordination, übermäßige Materialbestände oder Prozessmängel zurückzuführen sein. Die Verkürzung der Vorlaufzeiten hat daher für viele Unternehmen Priorität. Eine Verkürzung dieser Zeit führt zu mehr Produktionsflexibilität, einem besseren Kundenservice und einer besseren Nutzung der Unternehmensressourcen.

Qualitätsindikatoren – PPM und mehr

PPM (Parts Per Million) ist ein Maß für die Anzahl fehlerhafter Teile pro Million produzierter Teile. Es bietet eine schnelle Möglichkeit, die Produktionsqualität zu beurteilen. Es lohnt sich jedoch, das Gesamtbild zu betrachten. Jeder Defekt hat eine Ursache. Daher ist es sinnvoll, Ausschuss zu analysieren und nach Defektart und -quelle zu kategorisieren.

PPM ist nicht die einzige Qualitätskennzahl in der Fertigung. Auch DPMO kann hilfreich sein. Dieses Akronym steht für „Defects Per Million Opportunities“. Die Messung von DPMO ermöglicht es Ihnen, die Anzahl potenzieller Fehlerquellen in einem bestimmten Prozess zu ermitteln. Wichtig ist, dass diese nicht immer tatsächliche Defekte verursachen. Dennoch ist die Kontrolle des Fehlerpotenzials entscheidend für die Aufrechterhaltung der Qualität. Eine gemeinsame Analyse von PPM und DPMO liefert äußerst nützliche Ergebnisse – dieser Ansatz ebnet den Weg für wirksame Präventivmaßnahmen, reduzierte Produktionsverluste und eine höhere Kundenzufriedenheit.

CMMS und Daten für die KPI-Analyse

Wie hilft ein CMMS bei der Messung von Produktionskennzahlen? Das System selbst berechnet weder OEE noch Durchlaufzeit direkt. Dennoch leistet es in diesem Bereich wichtige Unterstützung. In diesem Zusammenhang liefert ein CMMS vor allem zuverlässige Informationen über Maschinenbetrieb und Wartungsaktivitäten. Das System kann Ausfälle, Wartungsdauer, Anzahl der ausgetauschten Teile und Inspektionspläne erfassen. Auf diese Weise schafft ein CMMS eine umfassende Wissensdatenbank zur Wartung. Hier können Techniker und Manager Daten für weitere Analysen abrufen.

CMMS und Daten für die KPI-Analyse

Der Einsatz eines CMMS bietet echte Möglichkeiten zur Kontrolle von Produktionskennzahlen. So lassen sich beispielsweise Ausfallzeiten einfach mit Produktionszeiten vergleichen. CMMS-Daten dienen zudem als Grundlage für die Messung detaillierter Kennzahlen wie MTTR oder Anlagenausfallzeiten. CMMS bietet zudem die Möglichkeit, sich mit anderen Systemen zu verbinden. Die Integration mit ERP-Software oder einem MES-Modul liefert ein umfassendes Bild der Betriebseffizienz zu jedem Zeitpunkt des Anlagenbetriebs.

Wie werden CMMS-Daten bei der Berechnung der OEE verwendet?

Was wird zur Berechnung der OEE benötigt? Der erste Schritt ist die Verfügbarkeit. Grundlage hierfür sind die geplante Betriebszeit und die Zeit, in der die Maschine nicht verfügbar war. Die Ausfallzeit umfasst sowohl Notfälle als auch geplante Ursachen. Diese Daten werden im CMMS erfasst. Effizienz hingegen erfordert den Vergleich der produzierten Stückzahlen mit der angenommenen theoretischen Kapazität. Hierfür lohnt es sich, auf die Produktionsaufzeichnungen im MES-System und die Maschinendokumentation im CMMS zurückzugreifen. Bleibt nur noch die Qualitätsanalyse. Hier kombiniert man am besten CMMS-Daten zur Anzahl der Eingriffe mit der Anzahl der beschädigten Produkte. So lässt sich erkennen, ob Geräteausfälle die Produktqualität beeinträchtigen.

Darstellung von Kennzahlen – Erstellung von Berichten, Datenvisualisierung

Mit der Ermittlung der Kennzahlen ist es nicht getan. Auch deren Interpretation ist entscheidend. Visualisierung ist hierfür der Ausgangspunkt. Wichtige Produktionskennzahlen lassen sich in Berichten oder Dashboards darstellen. Ein CMMS bietet hier wichtige Unterstützung: Visualisierungen von MTTR-, MTBF- und Ausschussraten-Trends erleichtern das Erkennen wiederkehrender Muster. Zusätzlich lohnt es sich, Daten aus ERP und MES einzubinden, um verschiedene KPI-Veränderungen in Echtzeit zu überwachen.

Dadurch kann das Instandhaltungsteam sofort auf Verschlechterungen der Parameter reagieren. Die Verantwortlichen haben Zugriff auf verlässliche Informationen und Argumente. Investitions- oder Änderungsentscheidungen werden dadurch deutlich erleichtert.

Praktische Vorteile der KPI-Überwachung

Warum lohnt es sich, KPIs mit einem CMMS zu überwachen? Die regelmäßige Analyse von Kennzahlen wie OEE und Durchlaufzeit bietet zahlreiche Vorteile. Höhere Maschinenverfügbarkeit, reduzierte Lagerauslastung und eine bessere Auslastung der Personalressourcen sind nur einige davon. Die Verfolgung von Qualitätsindikatoren hilft zudem, Fehler an der Quelle zu erkennen und ermöglicht so rechtzeitige Anpassungen im Produktionsprozess oder bei der Materialbeschaffung. CMMS-Daten ermöglichen zudem die Planung präventiver Wartungen zum optimalen Zeitpunkt und vermeiden so ungeplante Ausfallzeiten. Dies bietet zahlreiche Vorteile für das Unternehmen. So kann das Werk eine höhere Auftragstermintreue und eine verbesserte Produktqualität erreichen – und das alles zu geringeren Kosten.

KPIs wie OEE, Durchlaufzeit und PPM bilden die Grundlage des Produktionsmanagements. CMMS misst diese zwar nicht direkt, liefert aber solide Daten als Ausgangspunkt für Analysen. Die Integration mit anderen Systemen ermöglicht Ihnen zudem, schnell auf Probleme zu reagieren, Prozesse zu optimieren und die betriebliche Effizienz Ihres Unternehmens kontinuierlich zu verbessern. Wenn Sie Ihre KPI-Strategie stärken und CMMS-Daten in greifbare Vorteile umwandeln möchten, wenden Sie sich an die Experten von QRmaint – wir unterstützen Sie bei der Softwareentwicklung, Implementierung und Nutzung der von unserem System gesammelten Informationen.

FAQ

 OEE (Overall Equipment Effectiveness) ist ein Maß für die Gesamtanlageneffizienz, das angibt, wie effizient die Maschinen eines Unternehmens genutzt werden. Es kombiniert drei Schlüsselaspekte: Maschinenverfügbarkeit , Produktionseffizienz und Produktqualität .

 

Obwohl ein CMMS (Computerized Maintenance Management System) Kennzahlen wie OEE oder Durchlaufzeit nicht direkt berechnet, leistet es durch die Bereitstellung zuverlässiger Daten wichtige Unterstützung. Es erfasst Informationen über Ausfälle, Servicedauern, Inspektionspläne und andere Wartungsaktivitäten, die für die Berechnung der Maschinenverfügbarkeit unerlässlich sind. Diese Daten können dann zur Analyse und Messung detaillierter Kennzahlen wie MTTR (Mean Time to Repair) und MTBF (Mean Time to Failure) verwendet werden, die sich auf OEE und Durchlaufzeit auswirken.

Die Durchlaufzeit ist eine Kennzahl, die die Gesamtdauer des Produktionsprozesses von der Auftragsannahme bis zur Auslieferung des fertigen Produkts an den Kunden misst. Sie umfasst die Wartezeit für Materialien, die Maschinenlaufzeit und Pausen zwischen den Arbeitsgängen. Eine Verkürzung der Durchlaufzeit ist wichtig, da sie zu mehr Produktionsflexibilität, verbessertem Kundenservice und einer effizienteren Nutzung der Unternehmensressourcen führt. Eine lange Durchlaufzeit kann auf Ausfallzeiten, mangelnde Koordination oder andere Prozessprobleme hinweisen.

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